Der Blasenspeicher – das Herzstück moderner Hydrauliksysteme. In Kapitel 13 meines Buches „NICHT GANZ DICHT! Hydraulik kompakt: Praxistipps vom Experten“ (ISBN: 978-3-384-04650-5) erkläre ich, wie dieses zentrale Element Hydrauliköl unter Druck speichert, Druckschwankungen ausgleicht und im Notfall als zusätzliche Energiequelle dient.
Die Aufgaben des Blasenspeichers
Der Blasenspeicher spielt in der Ölhydraulik eine Schlüsselrolle. Seine Hauptaufgabe besteht darin, Volumina von Hydrauliköl unter Druck aufzunehmen und bei Bedarf wieder in das System einzuspeisen. Konkret erfüllt der Blasenspeicher folgende Funktionen:
-
Energiespeicherung:
Durch das Speichern von Hydrauliköl unter Druck wird zusätzliche Energie als Druckreserve hinterlegt. Diese kann bei plötzlichen Lastanforderungen oder Druckabfällen rasch freigesetzt werden. -
Druckschwankungsausgleich:
In hydraulischen Systemen treten oft Druckschwankungen auf, beispielsweise beim Betätigen von Zylindern. Der Blasenspeicher hilft dabei, diese Schwankungen zu dämpfen und sorgt so für einen konstanten Systemdruck – ein entscheidender Faktor für die Stabilität und Leistungsfähigkeit der Anlage. -
Notfallenergiequelle:
Sollte es zu einem unerwarteten Druckabfall oder gar einem Ausfall der Hauptpumpe kommen, kann der gespeicherte Druck im Blasenspeicher als temporäre Energiequelle dienen. Dies ermöglicht es, wichtige Funktionen aufrechtzuerhalten oder die Anlage kontrolliert herunterzufahren.
Ob im Maschinenbau, in der Fahrzeugtechnik oder im Schiffsbau – der Blasenspeicher sorgt für stabile Betriebsbedingungen und optimierte Abläufe. Entdecken Sie praxisnahe Tipps und fundiertes Expertenwissen, das Ihnen hilft, Ihre Hydrauliksysteme noch effizienter zu gestalten. Neugierig geworden?
Kommentar schreiben